Professionelle Bildbearbeitung in Google Plus

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Professionelle Bildbearbeitung in Google Plus

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Google ist dafür bekannt, dass es seinem sozialen Netzwerk regelmäßig nützliche Updates verpasst. Oftmals erfährt man das dann nur, wenn man zufällig darauf stößt oder man nutzt neue Funktionen sogar nur unterbewusst. Diesmal wurde die Bildbearbeitung verbessert und erreicht nun beinahe Profi-Qualität. Einen kurzen Überblick über die neuen Funktionen findet man auch auf Google Plus. Bisher verwendet nur der Chrome Browser die Internetstandards, die dafür notwendig sind. User anderer Browser müssen sich mit den einfacheren Bearbeitungsmöglichkeiten zufriedenstellen. User der Smartphone-App können schon seit März auf diese Funktionen zugreifen.

Einkauf mit System

NIK Collection by Google

Am 17. September 2012 wurde NIK-Software von Google aufgekauft. Dabei hanedelt es sich um eine Plugin-Sammlung für Adobe Photoshop, Lightroom und Bridge, welche vorwiegend von professionellen Fotografen genutzt wird. Neustes Mitglied der NIK-Collection ist Snapseed. Eine Fotobearbeitungs-App für Android und iOS. Und genau dieser Funktionsumfang wurde nun in Google+ migriert. User können für die Bearbeitung ihrer Fotos auf qualitativ hochwertige, aus dem Profibereich kommende, Funktionen und Algorithmen zurückgreifen. Schon bei der Übernahme war abzusehen, dass Google mehr mit NIK vor hatte und nun sehen wir ein Resultat

Und das bietet die neue FunktionProfessionelle Bildbearbeitung in Google Plus

Am interessantesten ist die Tatsache, dass alle Bearbeitungen rückgängig gemacht werden können. Fotografen bzw. Photoshopper sprechen hierbei von non-destruktiver Bearbeitung. Die Informationen der Anpassungen werden also nicht über das Bild sondern in ausgelagerten Dateien geschrieben. Somit können Zwischenschritte oder der Originalzustand jederzeit wieder hergestellt werden. Man kann also so lange rumprobieren, bis man zufrieden ist, ohne etwas kaputt zu machen 🙂

 

Die automatische Optimierung

Wer nicht besonders viel Zeit damit verbringen möchte, seine Bilder zu optimieren oder nicht das Auge eines Fotografs hat, ist mit dieser Funktion sehr gut bedient. Standardmäßig passt es das Bild an Helligkeit, Kontrast, Sättigung und Farbtemperatur an und achtet dabei und Elemente im Bild. Somit werden  zum Beispiel Hauttöne in Gesichtern etwas weicher gezeichnet oder Landschaftsaufnahmen etwas Kontrastreicher.  Darüber hinaus hat der User die Möglichkeit, die Anpassungen durch Schieberegler selber noch zu beeinflussen.

 

Google+ Bildbearbeitung Feinabstimmung

Die Feinabstiumming bietet sechs vorgefertigte Vorlagen an. Darunter Neutral, Heiter oder Düster. Natürlich kann man aber auch hier selbst Hand anlegen. In wieweit sich die Regler jedoch zu der automatischen Optimierung unterscheiden bleibt etwas unklar. Es handelt sich nämlich um die gleichen.

 

Google+ Bildbearbeitung selektive Anpassung

Bei dieser Option kommt die mächtige und patentierte Funktion der Kontrollpunkte von NIK Software zum Tragen. Bestimmt kein Tool für ungeduldige, denn hier kann man dem Bild in lokalen Anpassungen einen professionellen Look verpassen. Die Kontrollpunkttechnik ist eigenltich recht einfach erklärt: Zunächst setzt man einen solchen Punkt in dem Bereich des Bildes, auf den man einen Effekt anwenden will. Dann wählt man den Radius, auf dem sich dieser Effekt auswirken soll. Und da man in der Regel natürlich keinen Kreisförmigen Effekt haben möchte, ist es so, dass sich die Anpassungen nur auf gleiche Farbtöne in diesem Kreis auswirken. Für die geltenden Bereiche kann man dann Helligkeit, Kontrast und Sättigung anpassen. Natürlich nicht soviel, wie in den Plugins für Photoshop aber dennoch bietet es weitaus mehr Möglichkeiten als die meisten Online-Dienste.

 

Google+ Bildbearbeitung Details

Auch bei den Detail gibt es wieder sechs Vorlagen. Diese unterscheiden sich in Schärfe und Struktur. So oder über die bekannten Schieberegler kann man dem Bild deutlich mehr Struktur verleihen.

 

 

 

Google+ Bildbearbeitung  Drehen & Zuschneiden

Diese Funktion sollte sehr selbsterklärend sein. Aber selbstverständlich ist auch sie nicht. Normalerweise muss man sich auf das Drehen um 90 Grad in die eine oder andere Richtung begnügen. Dabei hat man aber nicht die Möglichkeit den Bildausschnitt frei zu wählen, um so den Blick auf das Hauptaugenmerkt zu lenken oder stürzende Linien (vor allem nach rechts unterbewusst als sehr negativ wahrgenommen) zu korrigieren oder . Das ‘Gerade ausrichten’-Werkzeug erleichtert einem letzteres sehr. Einfach auswählen und am Horizont oder anderen Linien, welche Waage- oder Senkrecht sein sollten entlangziehen und schon richtet sich das Bild perfekt aus.

 

Google+ Bildbearbeitung Schwarz/Weiß

Wer sich etwas mit der Fotografie beschäftigt weiß, das schwarz-weiß nicht gleich schwarz-weiß ist. Durch simulierte Farbfilter lassen sich Farben in  unterschiedlichen Grauwerten darstellen und verleihen somit Bildern einen Kontrastreicheren oder Lebendigeren Look. Wer mit dieser Technik nicht arbeiten möchte, greift wieder auf sechs Vorlagen zurück oder passt das monochromatische Bild mit den Reglern ‘Helligkeit’, ‘Kontrast’ und ‘Körnung’ individuell an.

 

Google+ Bildbearbeitung Fokuspunkt

Hierbei wird ein radialer Filter angelegt, welcher alle außerhalb liegenden Bereiche in Weichzeichnung, Kanten-Helligkeit und Helligkeit der Mitteltöne anpasst. Damit kann der Blick auf einen bestimmten Punkt gelenkt werden. Auch hierbei kann auf verschiedene Vorlagen wie ‘Portait’, ‘altes Objekt’ oder ‘Vignettierung’ zurückgegriffen werden.

 

Google+ Bildbearbeitung DramaDrama macht genau das, was der Name verspricht. Es verleiht Bildern durch Sättigung und Kontrast eine fetzigere Wirkung. Und auch hier wieder Vorlagen.

 

 

Google+ Bildbearbeitung Rahmen

Sehr beliebt bei Instagramm-User – verschiedene Verziehungen, welche die Bilder umrahmen. Bestimmt nichts für den Profifotografen aber immer schön um einen Schnappschuss schnell noch etwas aufzuwerten.

 

 

Google+ Bildbearbeitung Tilt Shift

Was im Profibereich teure Objektive übernehmen, wird hier ganz schnell durch lineare oder radiale Weichzeichnungsfilter angewandt. Der beliebte Spielzeugland-Effekt kann hiermit leicht erzeugt werden.

 

 

Google+ Bildbearbeitung Vintage

Auch Vintage-Filter wurden spätestens mit Instagramm sehr beliebt. Sie verleihen Bildern meist einen etwas alten Look und können langweilige Aufnahmen somit durch einfache Weise aufwerten. Hier gibt es viele voreingestellte Stile aber auch manuelle Anpassungsmöglichkeiten.

 

Google+ Bildbearbeitung Retrolux

Und noch mehr vorgegebene Filter. Vor allem Hobby-Knipser können so schnell Abwechslung in ihre Fotosammlung bringen.

 

 

Fazit

Was mir persönlich noch fehlt, ist die Funktion, Text in Bilder einzufügen. Diese ist zwar gleich bei Anlegen eines Posts vorhanden – allerdings nur sehr Mangelhaft. Aber durch die Möglichkeit, auf professionelle Bildbearbeitungssoftware zurückgreifen zu können, bietet Google+ dem Normaluser einen enormen Umfang an Bearbeitungsmöglichkeit. Vor allem die Tatsache, dass alles nachträglich angewandt und auch wieder rückgängig gemacht werden kann ist für mich der größte Vorteil. Oftmals ging es mir schon so, dass ich auf Facebook Bilder gepostet habe, dazu Likes oder Kommentare abgegeben wurde und ich es später noch verschönern wollte. Da blieb mir dann allerdings nur die Möglichkeit, das Bild rauszulöschen, es mit Hilfe von Software auf meinem Computer zubearbeiten und es erneut hochzuladen. Likes und Kommentare gingen damit dann allerdings verloren.

 

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