UK Roadtrip 2013 // Tag 10 // York – Lake District

Super erholt bekam ich in diesem tollen Hotel auch noch ein super English Breakfast und konnte mir den Magen danach noch für den Tag mit dem ‘Continental Breakfast’ (unser bekanntes) am Buffet vollhauen.
Frisch gestärkt konnte ich jetzt also das alte York erkunden. In meinem ADAC-Reiseführer wurden mir einige Sehenswürdigkeiten empfohlen. Da ich allerdings nicht zu spät weiterfahren wollte, habe ich mich auf das York Minster beschränkt. Ein tolles Münster im Barrock-Stil. Nach meiner Führung habe ich erfahren, es das einzige Münster ist, welches zugleich auch noch eine Kathedrale ist. Diesen Rang verdient sie sich durch den Bischofs-Stuhl, welchen sie besitzt.
Zwar war die Führerin (darf man das als Deutscher sagen? 🙂 ) eine sehr nette Dame, allerdings habe ich erst am Schluss gemerkt, dass ich die falsche Tour erwischt habe. Und zwar wollte ich eigentlich nicht so viel über die Geschichte der Kirche erfahren, was allerdings auch sehr interessant war. Zum Beispiel, dass das die vierte Kirche in der Geschichte ist und man darunter die auch noch die dritte und zweite einige Ebenen tiefer gefunden hat. Nur die erste ist nicht mehr erhalten, da sie aus Holz gebaut war.

Jedenfalls wollte ich eigentlich die Führung auf den Turm der Kirche machen, um da einen schönen Blick über York zu haben. Als ich das dem (weiblichen) Guide gesagt habe, war sie total betroffen, dass sie sich nicht klar genug ausgedrück hätte und hat mich gebeten, das am Empfang klarzustellen und doch bitte das Ticket tauschen zu lassen, damit ich zur nächsten Tower-Tour könnte. Nach dem Gespräch mit den Damen am Empfang und dem Pförtner am Turm war das dann auch geregelt. Allesamt übrigens typisch englisch extrem freundlich und zuvorkommend! Allerdings sollte die nächste Tour auf den Turm erst um 16:00Uhr gehen. Das hieß also für mich, dass ich mein Parkticket nochmal um zwei Stunden verlängern musste. Allerdings ging das wie in England üblich bequem per Smartphone und da ich dafür ja quasi zwei Führungen zum Preis von einer bekam, konnte ich das vertreten 🙂

Um 16:00Uhr ging es dann also hoch. Und obwohl dann eine andere Dame am Empfang die Karten abgerissen hat und auf meiner eigentlich 14:30Uhr stand, war das kein Problem. Sie hat das nicht mal bemerkt. Hätte mir die Verhandlungen also auch sparen können 😛 Nach 275 Stufen auf der engen Wendeltreppe war ich also oben und konnte die späte Abendsonne über York genießen. Nachdem ich meine Fotos im Kasten hatte ging es den selben weg mit voller Ausrüstung wieder runter und dann ab ins Auto und in nord-westlicher Richtung gen ‘Lake District’.
Der Nationalpark war ein Tipp, den ich mir auch ADAC-Reiseführer geholt habe. Als ich meinem Ziel – einer Jugendherberge bei Penrith – immer näher kam, wurden die Straßen auch immer schmaler. Da es schon dunkel war, konnte ich von der Gegend leider nicht viel sehen. Nur erahnen. Als ich links von der Straße (als da wo man auch fährt) hinter einer niedrigen Steinmauer Wasser glitzern sehen konnte, musste ich mal anhalten und versuchen das Ganze mit den Bergen drumrum in einer Schnappschuss-Langzeitbelichtung mal festzuhalten. Nachdem ich ausgestiegen bin und man das Wasser gegen die Mauern hat klatschen können, war das trotz oder gerade wegen der Dunkelheit ein unbeschreibliches Gefühl. Ich war absolut gespannt, was sich mir da am nächsten Tag bei Helligkeit bot.
Irgendwann ging es dann eine Straße weg von dem See etwas die Berge hinauf auf einem noch unbefestigteren Schotterweg. Kaum zu glauben, dass da überhaupt noch etwas kommen sollte. Aber tatsächlich war ich dann nach einigen Minuten Fahrt an meinem Ziel angekommen. Und siehe da, sie hatten sogar noch ein Zimmer frei 🙂 Zum Glück! Den gleichen Weg wieder zurück wollte ich auf keinen Fall 🙂 Allerdings gab es hier weder WiFi noch Steckdosen auf den Zimmern. Deshalb musste dieser Beitrag auch leider nachgereicht werden 😉 Dafür hatte ich das Zimmer für mich alleine und konnte ungestört schlafen.

 

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